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Chronologie

Bild während der Tagung in Bad Harzburg im Oktober 1931. Zu sehen sind Rüdiger von der Goltz, Franz Seldte, Theodor Duesterberg, Siegfried Wagner, Alfred Hugenberg, Prinz Friedrich von Preußen, Otto Schmidt-Hannover und andere.

Damaliges Deutschen Reich: Gründung und Aufmarsch der „Harzburger Front“

Damaliges Deutsches Reich. Auf Initiative von Alfred Hugenberg trifft sich die „Nationale Opposition“ zu einer Großveranstaltung in Bad Harzburg, um gegen die Weimarer Republik zu demonstrieren. An diesem Marsch nehmen die NSDAP,  Stahlhelm und der Alldeutsche Verband teil. Adolf Hitler zeigt, vor allem aus Gründen der Konkurrenz, offen seine Ablehnung des Rechtsbundes „Harzburger Front“.

Bild aus 1935. Zeigt eine Einkaufsstraße von oben. Unten sieht man eine Straßenbahn durch die Straße fahren. Links Häuser und dahinter ein großer Turm.

Winterhilfe in Cottbus

Cottbus. Der Ausschuss für die Winterhilfe-Kleidersammlung in Cottbus berichtet über die großen Erfolge in der ersten Hälfte des Winters.

Bild aus 1935. Zeigt eine Einkaufsstraße von oben. Unten sieht man eine Straßenbahn durch die Straße fahren. Links Häuser und dahinter ein großer Turm.

Reichsgründungsfeier in Cottbus

Cottbus. Über eine Zeitungsanzeige lädt der Stahlhelm die nationalen Parteien und Verbände, die Arbeiter*innen und Bürger*innen von Cottbus am Montag, dem 18. Januar 1932 in beiden Sälen von Altmann zur Reichsgründungsfeier ein.

Blick über Wasser auf eine Stadt. Auf der rechten Seite eine Brücke und geradeaus vier größere Häuser, die versetzt zueinander stehen. Im Hintergrund ragen zwei Kirchtürme heraus.

„Deutscher Abend“ in Schwedt

Schwedt (Oder). Am 11. Februar 1932 findet in Schwedt (Oder) ein von der NSDAP-Ortsgruppe organisierter „Deutscher Abend“ mit Volkstänzen, Gedichten, Liedern und einem Theaterstück mit dem Titel „Im Solde des Volksfeindes. Politisches Zeitbild in 1 Akt“ statt. Zudem spricht der Parteigenosse Wohlleben aus Gera.

Bankrott einer Gemeinde

Marienwerder. Am 26. Februar 1932 wird bekannt, dass es der Gemeinde Marienwerder im Kreis Niederbarnim nicht mehr möglich ist, die Erwerbslosenunterstützung auszuzahlen.

Blick über Wasser auf eine Stadt. Auf der rechten Seite eine Brücke und geradeaus vier größere Häuser, die versetzt zueinander stehen. Im Hintergrund ragen zwei Kirchtürme heraus.

Wahlkundgebung der NSDAP

Schwedt. Im Schwedter Tageblatt wird für den Donnerstag, dem 3. März 1932, um 20.15 Uhr im „Marktgrafensaale“  die 2. Wahlkundgebung der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei (Ortsgruppe Schwedt a. O.) angekündigt. Der Landtagsabgeordnete Schneider werde die Kundgebung leiten.

Ein Bild von der Verordnung des Reichspräsidenten von Hindeburg über den Ausnahmezustand einer einer Litfassäule in den Straßen Berlins. Rechts und links im Bild sind mehrere Menschen.

Damaliges Deutsches Reich: „Preußenschlag“

  • Wahlen

Damaliges Deutsches Reich. Seit 1920 wird der Freistaat Preußen von einer Koalition aus SPD, Zentrum und Deutscher Demokratischer Partei regiert. Bei den Wahlen zum preußischen Landtag vom 24. April 1932 errang die NSDAP 162 Mandate und die KPD 57 von insgesamt 423 Mandaten.

Bild aus 1929, auf dem das Rathaus mit Lyzeum abgebildet sind. Rechts großes Gebäude mit Turm in der Mitte, links steht ein kleineres Gebäude, dessen Front aus vier Säulen besteht.

Wohlfahrtsausgaben fressen Steuereinnahmen

Wittenberge. In einer Sitzung des interfraktionellen Ausschusses zum neuen Haushaltsplan, berichtet Bürgermeister Linden, dass die Steuereinnahmen zu einem großen Teil durch die wirtschaftliche Fürsorge, die vor dem Ersten Weltkrieg 50.000 Mark betragen habe, heute aber 1.106.200 Mark verschlinge, aufgezehrt werden.

Adolf Hitler wurde zum Reichskanzler ernannt. Das Auto mit Adolf Hilter wird von einer jubelnden Menschenmenge mit Hitlergruß begrüßt.

Damaliges Deutsches Reich: Ernennung Hitlers zum Reichskanzler

Damaliges Deutsches Reich. Das Bild zeigt, wie das Auto mit dem neuen Reichskanzler Adolf Hitler die Reichskanzlei in der Berliner Wilhelmstraße verlässt. Eine jubelnde Menschenmenge begrüßt ihn. Hitler wurde zuvor durch Reichspräsidenten Hindenburg als Reichskanzler vereidigt und mit der Bildung einer Regierung betraut.

Bild vom Marktplatz aus Teupitz. Links im Bild ein großer Baum, dann folgt der Platz und mehrere Geschäfte. Zu sehen ist außerdem eine Kutsche.

Teupitz: Keine absolute Mehrheit für die NSDAP

Teupitz. Bei den Kommunalwahlen am 12. März 1933 werden in Teupitz 730 Stimmen abgegeben. In das neue Stadtparlament werden fünf nationalsozialistische, fünf nationalbürgerliche und vier sozialdemokratische Stadtverordnete gewählt. Die NSDAP erreicht nicht die angestrebte absolute Mehrheit.

Blick vom Dach der Hauptpost (Am Kanal 16-18) über den Wilhelmplatz, im Hintergrund der Turm der Garnisonkirche, links im Bild der Stadtkanal. im Zentrum steht eine große Parkanlage.

Der „Tag von Potsdam“ wird inszeniert

Potsdam. Der Buckower Lokalanzeiger berichtet von einem enormen Zuschauer*innenandrang zum „Tag von Potsdam“. Die Potsdamer Hotels seien lange ausverkauft gewesen; in den Straßenzügen, durch die sich die Versammlung zur Garnisonskirche bewegt, haben Anwohner*innen Fensterplätze an Fremde vermietet. Bis zu 500 Reichsmark hätten „reiche Amerikaner“ gezahlt, meldet das Blatt. Durch den großen Andrang der internationalen Presse seien sämtliche Telefone im Umkreis des Festplatzes ausgebucht gewesen.

Damaliges Deutsches Reich: Ermächtigungsgesetz

Damaliges Deutsches Reich. Der Reichstag beschließt mit einer Zweidrittelmehrheit das „Gesetz zur Behebung der Not von Volk und Reich“ (auch „Ermächtigungsgesetz“ genannt). Nur die SPD stimmt gegen die Annahme des Gesetzes. Mit dem Gesetz wird die Gewaltenteilung abgeschafft.

Bild wurde von einem Hügel aufgenommen. Es sind mehrere vereinzelte einfache Häuser zu sehen, eingerahmt von mehreren Feldern und Wiese. Weiter weg ein Kirchturm auf einer Erhebung zu sehen.

Straßenumbenennung in Triebel

Trezbiel (damals Triebel). Die Fehrbelliner Zeitung meldet, dass in Triebel (heute Trzebiel, Polen) die Eichenallee im Stadtpark in „Hindenburg-Allee“ umbenannt wurde und der im Stadtpark gelegene Spielplatz in „Adolf-Hitler-Platz“.

Blick vom Dach der Hauptpost (Am Kanal 16-18) über den Wilhelmplatz, im Hintergrund der Turm der Garnisonkirche, links im Bild der Stadtkanal. im Zentrum steht eine große Parkanlage.

Jüdischer Gerichtsassessor abgelehnt

Potsdam. Der Buckower Lokal-Anzeiger berichtet am 30. März 1933, der wegen Betrugs angeklagte Vertreter H. Ganitsch aus Berlin habe den als Beisitzer der Großen Strafkammer Potsdam fungierenden Gerichtsassessor Löwenthal abgelehnt, weil dieser als Jude befangen sein könnte. Die Strafkammer gab dem Antrag statt.

Foto vom Krieschter Zentrum. Zu erkennen sind das Denkmal und die Kirche sowie mehrere Geschäfte und Wohnhäuser.

Kommunisten verhaftet

Krzeszyce (damals Kriescht). In Kriescht bei Sonnenburg (Landkreis Oststernberg) werden „fünf Kommunisten“ wegen des Verdachts auf Brandstiftung in Haft genommen. Sie sollen das Wirtschaftsgebäude des SA-Führers Wagner in Brand gesetzt haben.

Bild vom Reichstag aus den 1920er oder frühen 1930er Jahren aus einer Familiensammlung. Im Vordergrund mehrere Menschen und Fahrräder, im Hintergrund das große Reichstagsgebäude.

Damaliges Deutsches Reich: Gleichschaltung der Länder

Damaliges Deutsches Reich. Das am 31. März 1933 verabschiedete „Vorläufige Gesetz zur Gleichschaltung der Länder mit dem Reich“ und das ihm folgende sogenannte „Zweite Gesetz“ ermöglichen die Auflösung aller Länderparlamente, mit Ausnahme des Preußischen Landtags. Die neue Zusammensetzung der Sitze im Reichstag richtet sich nach den Ergebnissen der Reichstagswahl vom 05. März 1933.

Lübben 1923. Eine Straße mit mehren Kindern. Ein Haus, hinter dem mehrere andere Häuser herausragen.

Lübbener Lehrerin zwangsbeurlaubt

Lübben. Sophie-Charlotte Astrich, seit sieben Jahren verbeamtete Lehrerin an der Lübbener Mädchenmittelschule, erhält am 31. März 1933 einen Brief, in dem ihr der langjährige Lübbener Bürgermeister Karl Kirsch mitteilt: „Vorbehaltlich der Zustimmung der Regierung werden Sie hiermit von heute ab bis auf weiteres beurlaubt“.

Bild aus 1933, das die Boykottaktion der Nazis gegen jüdische Geschäfte zeigt. SA- und SS-Leute vor Kaufhaus Wertheim, Mann mit Schild um den Hals "Deutsche! Wehrt Euch! Kauft nicht bei Juden!", rechts Mann mit Filmkamera filmend.

Damaliges Deutsches Reich: Boykott jüdischer Geschäfte

Damaliges Deutsches Reich. Der reichsweite Boykott von jüdischen Geschäften, Rechstanwält*innen und Ärzt*innen am 1. April 1933 wurde mittels des durch Julius Streicher geführten „Zentral-Komitees zur Abwehr der jüdischen Greuel- und Boykotthetze“ organisiert.

Bild aus 1934. Zeigt eine Straße. Links und rechts einstöckige Häuserreihe. Am Ende der Straße ragt ein Kirchenturm hervor. Vorne ist ein Strommast zu sehen.

Boykott jüdischer Geschäfte in Fehrbellin

Fehrbellin. Auf der Titelseite der Fehrbelliner Zeitung ist die Schlagzeile „Deutsche kauft nur deutsche Waren! Deutsche kauft nur bei Deutschen!“ zu lesen. Darunter steht der Aufruf der NSDAP-Führung zum Boykott jüdischer Geschäfte ab 10 Uhr vormittags desselben Tages.

Bild von 1942, auf dem sowohl das Rathaus als auch Kirche zu sehen sind. Im Vordergrund gepflasterte Straße, außerdem Rasenflächen, auf denen Bäume stehen und die von kleinen Hecken umzäunt werden.

Hennigsdorfer Straßen umbenannt

Henningsdorf. In der Gemeindevertretersitzung am 3. April 1933 wird, nachdem man das NSDAP-Mitglied Piccard zum kommissarischen Gemeindevertreter ernannt und die sechs KPD Mitglieder aus der Gemeindevertretung verbannt hat, die Umbenennung verschiedener Straßen und Plätze beschlossen.

Bild vom Marktplatz aus Teupitz. Links im Bild ein großer Baum, dann folgt der Platz und mehrere Geschäfte. Zu sehen ist außerdem eine Kutsche.

Adolf-Hitler-Platz in Teupitz

Teupitz. Nach einem Festumzug zum von den Nazis sogenannten „Tag der nationalen Arbeit“ versammeln sich die circa 1.000 Teilnehmer*innen auf dem alten Markt. Daraufhin tauft der Teupitzer Bürgermeister Johannes Schäfer den alten Teupitzer Markt auf den Namen „Adolf-Hitler-Platz“. Die Anwesenden bejubeln die Umbenennung.

Blick vom Dach der Hauptpost (Am Kanal 16-18) über den Wilhelmplatz, im Hintergrund der Turm der Garnisonkirche, links im Bild der Stadtkanal. im Zentrum steht eine große Parkanlage.

Übertritt aller Richter zur NSDAP

Potsdam. Der Buckower Lokal-Anzeiger berichtet, dass alle Richter beim Landgericht Potsdam geschlossen zur NSDAP übergetreten seien. Damit haben sämtliche Richter zugleich einheitlich ihren Beitritt zum „Bund Nationalsozialistischer Deutscher Juristen“ (BNSDJ) erklärt.

Blick vom Dach der Hauptpost (Am Kanal 16-18) über den Wilhelmplatz, im Hintergrund der Turm der Garnisonkirche, links im Bild der Stadtkanal. im Zentrum steht eine große Parkanlage.

Bücherverbrennung in Potsdam

Potsdam. Auf dem Bassinplatz verbrennen am Abend die Nationalsozialistische Jungarbeiterbetriebszelle (NSJB), die Hitler-Jugend (HJ), der Bund Deutscher Mädel (BDM) sowie die Jugendgruppen des Gewerkschaftsbundes der Angestellten (GDA) und des Deutschnationalen Handlungsgehilfen-Verbandes (DHV) Bücher.

Bild von 1931 aus Sachsenhausen, zeigt Friedenseiche mit Park und Friedrichstraße. Vorne im Bild der Park dahinter Häuser.

Ausbau des KZ Oranienburg

Oranienburg. In der Fehrbelliner Zeitung wird bekannt gegeben, dass das „Sammellager“ Oranienburg ausgebaut werden soll, um dann Platz für 1500 Häftlinge zu bieten.

Blick vom Dach der Hauptpost (Am Kanal 16-18) über den Wilhelmplatz, im Hintergrund der Turm der Garnisonkirche, links im Bild der Stadtkanal. im Zentrum steht eine große Parkanlage.

Hitlergruß beim Potsdamer Magistrat

Potsdam. Der Buckower Lokal-Anzeiger informiert darüber, dass der Oberbürgermeister der Stadt Potsdam, Rauscher anordnet, dass sämtliche Beamt*innen und Angestellte des Magistrats Potsdam mit dem Hitlergruß durch Erheben des rechten Armes zu grüßen haben. Auch außerhalb des Dienstes sei dieser Gruß auszuführen.

Postkarte aus 1942 mit Blick auf Kirche und Rathaus. Zu sehen sind vor allem aber Häuserdache und Bäume, hinten im Bild ragt eine Kirchturmspitze heraus.

Zeuthener Arbeiter ins KZ geschickt

Zeuthen. Der Zeuthener Ortsvorsteher meldet an den Landrat unter dem Betreff „Polizeitaktische Lagemeldungen“, dass der Rohrleger Alfred Juhl, ein „kommunistischer Aktivist“, dem Konzentrationslager Oranienburg „zugeführt worden ist“. Dies sei die einzige politische Festnahme in der Zeit vom 20.07. – 05.08.1933 gewesen.

Im Vordergrund sind mehrere Gartenanlagen zu sehen. Von dort aus Blick über den Schermützelsee Richtung Stadt, bei der der große Kirchturm vorne klar zu sehen ist.

Ball des NS-Studentenbundes in Buckow

Buckow. Der Buckower Lokal-Anzeiger kündigt für den Abend des 2. September 1933, um 20.30 Uhr einen Ball des Berliner nationalsozialistischen Studierendenbundes an. Auf dem Ball, der im „Linden-Hotel“  stattfinden soll, werde Georg Schmidt Theater spielen und mit einer eigene Kapelle zum Tanz bitten. Der Eintritt soll 30 Pfennig betragen.

Zu sehen ist ein großer Flusss, auf dem ein Schiff schippert. Dahinter eine Stadt mit mehreren größeren Gebäuden.

Arbeiter nach Misshandlungen durch SA gestorben

Havelberg. Die Havelberger Zeitung meldet am 9. September 1933, dass „gestern vormittag (…) der hier Havelstr. 44 wohnhafte Arbeiter Schrader, welcher beim Haveldurchstich beschäftigt ist, in der Glöwener Chaussee, in der Nähe von Friedrichswalde, durch den Förster Blötz in hilflosem Zustande aufgefunden (wurde).

Im Vordergrund sind mehrere Gartenanlagen zu sehen. Von dort aus Blick über den Schermützelsee Richtung Stadt, bei der der große Kirchturm vorne klar zu sehen ist.

NS-Propaganda in Buckow

Buckow. Der Buckower Lokal-Anzeiger kündigt an, dass am Dienstag, den 31. Oktober, um 21 Uhr im Auftrag der Reichspropagandastelle in Buckow bei Wernicke im Linden-Hotel das NSDAP-Mitglied H. über „Der Glaube an Deutschland“ sprechen werde.

Blick über Wasser auf eine Stadt. Auf der rechten Seite eine Brücke und geradeaus vier größere Häuser, die versetzt zueinander stehen. Im Hintergrund ragen zwei Kirchtürme heraus.

Regelmäßiges Vorlesen von „Mein Kampf“

Schwedt (Oder). Bei einer Mitgliederversammlung der NSDAP-Ortsgruppe Schwedt am 2. Dezember 1933 ermahnt Ortsgruppenleiter Stämmler zur „gegenseitigen Erziehung im nationalsozialistischen Sinne“ und verkündet, dass von nun an in jeder Mitgliederversammlung ein Abschnitt aus Adolf Hitlers „Mein Kampf“ vorgelesen werden soll, „damit der Nationalsozialismus, so wie er sein soll, auch von allen recht verstanden wird“.

Blick vom Dach der Hauptpost (Am Kanal 16-18) über den Wilhelmplatz, im Hintergrund der Turm der Garnisonkirche, links im Bild der Stadtkanal. im Zentrum steht eine große Parkanlage.

Beobachtung religiöser Vereinigungen

Potsdam. In einem Schreiben des nationalsozialistischen Polizeipräsidenten von Potsdam, Graf von Helldorff an „die Ortspolizeibehörden und Abteilungsleiter der Landjägerei“ wird darauf hingewiesen, „dass die Tätigkeit sämtlicher Sekten und Bünde – religiöse und antireligiöse Vereinigungen – fortlaufend sorgfältig beobachtet werden muss“.

Bild zeigt einen Teil der Havel. Links von dem Fluss sind große Bäume und Gebüsch zu sehen. Rechts mehrere Häuser am Uferrand.

Schutzhäftlinge entlassen

Brandenburg (Havel) /Oranienburg. Wie das Schwedter Tageblatt mitteilt, wurden am 18. Dezember diejenigen Schutzhäftlinge aus den Konzentrationslagern Oranienburg und Brandenburg entlassen, „die auf Grund ihrer bisherigen Führung die Gewähr bieten dürften, dass sie sich künftig politisch einwandfrei bewegen werden“.

Blick vom Dach der Hauptpost (Am Kanal 16-18) über den Wilhelmplatz, im Hintergrund der Turm der Garnisonkirche, links im Bild der Stadtkanal. im Zentrum steht eine große Parkanlage.

Uniformverbot in der Silvesternacht

Potsdam. Der NSDAP-Gauleiter Kube teilt im Schwedter Tageblatt vom 30. Dezember 1933 mit, dass allen politischen Amtswalter*innen und Amtsträger*innen von Nebenorganisationen von Sonntag, den 31. Dezember 20.00 Uhr bis Montag, den 1. Januar 1934, 8.00 Uhr das Tragen der Uniform außerhalb der eigenen Wohnung verboten ist.

Bild aus 1934. Zeigt eine Straße. Links und rechts einstöckige Häuserreihe. Am Ende der Straße ragt ein Kirchenturm hervor. Vorne ist ein Strommast zu sehen.

Letzte Mahnung zum Beitritt in die „Deutsche Arbeitsfront“

Fehrbellin. In der Fehrbelliner Zeitung lädt die Ortsgruppen-Amtsleitung der NS Handwerks-, Handels- und Gewerbeorganisationen (HAGO) alle Erwerbstätigen, Gehilfen, Angestellte und Lehrlinge zu einer öffentlichen Versammlung in den Saal des Hotels „Stadt Magdeburg“ für Donnerstag, den 11. Januar, um 20.30 Uhr ein, um sich in die „Deutsche Arbeitsfront“  (DAF) einzutragen.

Rede über das KZ Sonnenburg

Zieleniec (damals Roßwiese). Die Fehrbelliner Zeitung berichtet, dass anlässlich einer Feier der NSDAP-Ortsgruppe Roßwiese ein ehemaliger kommunistischer Reichstagsabgeordneter eine Rede gehalten habe. In dieser habe er das KZ Sonnenburg, in dem er inhaftiert war, als „Schule“ bezeichnet, die ihm die Gelegenheit gab, „sich wieder auf sich selbst und sein leider jahrelang vergessenes Vaterland zu besinnen“.

Im Vordergrund sind mehrere Gartenanlagen zu sehen. Von dort aus Blick über den Schermützelsee Richtung Stadt, bei der der große Kirchturm vorne klar zu sehen ist.

NS Volkswohlfahrt rekrutiert Mitglieder in Buckow

Buckow. Am 5. April 1934 gibt der Amtsleiter der NS-Volkswohlfahrt in Buckow, von Paul bekannt, dass anhand der Einwohner*innenliste Buckows rekonstruiert wurde, dass noch immer nicht alle Einwohner, die dazu in der Lage wären, Mitglied der NS-Volkswohlfahrt geworden sind.

Insgesamt zehn Personen auf einem Feld, sie laufen aufrecht in Richtung der Betrachtenden. In den Händen halten sie Körbe und Werkzeug.

Hitlers Krankenzimmer in Beelitz

Beelitz. Der Buckower Lokalanzeiger gibt am 10. Juni 1934 bekannt, dass das Krankenzimmer der Beelitzer Heilstätten, in dem Adolf Hitler 1916 als Verwundeter gelegen habe, „nach langer Suche endlich ermittelt werden konnte“.

Blick vom Dach der Hauptpost (Am Kanal 16-18) über den Wilhelmplatz, im Hintergrund der Turm der Garnisonkirche, links im Bild der Stadtkanal. im Zentrum steht eine große Parkanlage.

Mord an Gutsinspektor Elsholz

Potsdam. Am 23. Juni 1934 sei der Gutsinspektor und Kassenwart der NSDAP-Ortsgruppe Elsholz feierlich auf dem alten Friedhof in Potsdam beigesetzt worden. Er soll angeblich von einem der Begründer der „Deutschen Jugendkraft“ auf dem Gut Gollmütz im Kreis Schwerin an der Warthe ermordet worden sein.

Das Foto ist vom Ufer der Oder aufgenommen. Im Mittelpunkt die lange Oderbrücke, im Vordergrund unbefestigter Boden, Sträucher und ein Boot, das im Wasser schwimmt. Im Hintergrund eine Stadt, aus der zwei Kirchtürme heraus ragen.

Alle haben „Ja“ gesagt in Lossow

Lossow. Die Fehrbelliner Zeitung vom 23. August 1934 vermeldet, dass alle 397 wahlberechtigten Personen in Lossow bei der Volksabstimmung über die Vereinigung der Ämter des Reichspräsidenten und des Reichskanzlers am 19. August mit „Ja“ gestimmt haben.